christlicher KinderGARTEN Cottbus
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:: Dienstag, 26.11.2019

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4. Pädagogische Besonderheiten und Schwerpunkte in unserem KinderGARTEN

4.1 Die Welt mit allen Sinnen entdecken

 

Wir verfolgen in unserem KinderGARTEN den pädagogischen Leitgedanken: “Die Welt mit allen Sinnen entdecken, durch Naturerfahrung, Bewegung und Erfahrung der christlichen Nächstenliebe“.

In der heutigen technisierten Zeit werden Kinder vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt, die sie teilweise überfordern, ihre Kreativität einschränken und an Bewegungsmangel leiden lassen.

 

Dem möchten wir in unserem KinderGARTEN entgegensteuern. Weg von den vielen vorgefertigten Spielgeräten hin zu einem GARTEN, der den ureigensten Bedürfnissen der Kinder wie laufen, klettern, springen, kriechen gerecht wird.

Einen großen Teil des Tages verbringen die Kinder deshalb im Garten. Die Vielfalt, der Freiraum und die Gestaltungsmöglichkeiten in der Natur sprechen die Sinne ganzheitlich an. Sie beflügeln die Fantasie und Kreativität von Kindern und fordern ein ständiges und spielerisches Entwickeln neuer Fähigkeiten heraus.

Die Begegnung mit der Natur wirft zwangsläufig die Frage nach dem Schöpfer auf und weckt die Verantwortung für die Schöpfung.

Natur ist Frei-Spiel-Raum für die Sinneswahrnehmung und Bewegung, körperliches Geschick wird entwickelt (steigen, klettern, springen, balancieren).

Naturmaterialien wie Steine, Äste, Blätter, Sand oder Erde bieten eine Vielfalt von Formen und Farben. Sie regen die Fantasie an und machen Lust, sich mit der Welt und sich selbst zu befassen. Es können naturwissenschaftliche Zusammenhänge ganz von allein erkannt werden. (Eis schmilzt, wenn man es in die Hand nimmt,...)

Naturerfahrung ist meist mit sozialen Kontakten und gemeinsamen Erlebnissen verbunden. Mit anderen draußen spielen, bauen, gestalten, Abenteuer bestehen macht Spaß und stärkt das Sozialverhalten in der Gruppe.

Durch die Auseinandersetzung mit den Geheimnissen der Natur bekommen Kinder Ideen und Anregungen für ihre eigenen Aktivitäten, Basteleien, Spiele (Rollenspiele) und Geschichten.

 

Die Sinne werden durch die Vielfalt der Natur angeregt:

 

Tastsinn: Wärme der Sonne, Kälte von Schnee, Nässe von Regen

 

Geschmackssinn: Früchte, Kräuter, Schnee

 

Geruchssinn: Gras, Holz, Schnee, Sonne, Erde, Blumen,

 

Hörsinn: Vogelgezwitscher, Regentropfen, Blätterrascheln

 

Sehsinn: Farbenvielfalt der Blumen, Herbstblätter, unterschiedliche Formen;

 

Bewegungsempfindung: rennen, steigen, springen, kriechen, klettern

 

Gleichgewichtssinn: balancieren, schaukeln, auf Zehenspitzen anschleichen, um einen Vogel zu beobachten

 

Natur ist die beste Vorschule. Wer mit 3 Jahren seinen Bewegungsdrang ausleben konnte, ist eher bereit, mit 6 Jahren still zu sitzen.

 

4.2 Tagesablauf

 

Ein geordneter Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Ereignissen ist für Kinder von enormer Bedeutung. Er gibt ihnen Sicherheit und Orientierung. Die Kinder leben mit dem Wissen, wenn diese Situation beendet ist, kommt etwas, das sie schon kennen. Sie können sich durch diese Sicherheit auch auf neue Situationen besser einstellen.

Der Tagesablauf in unserem KinderGARTEN ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Er lässt aber genügend Raum für Spontaneität und das “sich Zeit lassen.” Gerade das ist in unserer heutigen schnelllebigen Zeit wichtig. Die Kinder dürfen sich Zeit lassen und werden nicht gedrängt.

 

So sieht ein Tag bei uns im KinderGARTEN aus:

 

07:00 - 07:30 Uhr Ankommen im KinderGARTEN

07:30 - 08:00 Uhr Frühstückszeit

08:00 - 08:30 Uhr Freispiel

08:30 - 09:00 Uhr Morgenkreis

09:00 - 11:00 Uhr verschiedene Angebote, Freispiel, Gartenzeit

11:15 - 11:45 Uhr Mittagessen

11:45 - 12:30 Uhr Vorbereitung zum Mittagsschlaf, Geschichte und Schlaflied

12:30 - 14:00 Uhr Mittagsruhe

14:00 - 15:00 Uhr Aufwach- und Vesperzeit

15:00 - 17:00 Uhr Freispiel, Gartenzeit

 

4.3 Vorschularbeit

 

Vorschularbeit findet mit Beginn der Kindergartenzeit statt.

Die Jahre vor der Schule sind ideale Lern- und Bildungszeit. Unser KinderGARTEN möchte hier den Kindern gute Voraussetzungen für das Lernen bieten. Das Spiel, das lernende Spiel und das Aufgreifen von Themen, die die Kinder bewegen, hat größte Bedeutung.

Alle Kinder zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr werden zusätzlich gezielt auf die Schule vorbereitet.

 

Vorschularbeit in unserem KinderGARTEN:

  • Turn- und Bewegungsangebote mit schwierigeren Bewegungsabläufen

  • Wett- und Staffelläufe

  • Schwierigkeitsgrad von Beschäftigungsangeboten wird erhöht, dadurch wird die Ausdauer gesteigert

  • selbständiges Arbeiten wird gefördert

  • Lernspiele in den Bildungsbereichen werden angeboten

  • Verantwortung für Kleinere übernehmen

  • feinmotorische Förderung in Vorbereitung auf das Schreiben (Kneten, Malen, Knüllen)

  • Wortschatzerweiterung

  • sprachliche Ausdrucksfähigkeit schulen (Gespräche, Bilderbuchbetrachtung)

 

4.4 Beziehungen

 

Wir legen Wert darauf, von Beginn der Kindergartenzeit an eine intensive Beziehung zu den Kindern und ihren Familien aufzubauen und während der ganzen Zeit zu pflegen. Das Kind kann dadurch Vertrauen entwickeln und aus dieser Sicherheit heraus effektiver lernen und Neues wagen.

 

Beziehungsaufbau in unserem KinderGARTEN

  • intensiver Kontakt mit einer Bezugsperson mit Beginn der Eingewöhnungszeit

  • täglicher Austausch mit den Eltern, Tür- und Angelgespräche

  • persönliche Begrüßung und Verabschiedung der Kinder

  • auf Interessen und Probleme der Kinder eingehen

  • mit den Eltern gemeinsam feiern

  • Frühjahrsputz mit gemeinsamen Frühstück

  • gemütliche, einladende Atmosphäre schaffen

  • Beobachten der Kinder

 

4.5 Eingewöhnung

 

Der Übergang aus der Familie in den noch unbekannten KinderGARTEN bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung. Es muss sich an neue Räume, Spielsachen und Kinder gewöhnen und eine Beziehung zu seiner Erzieherin aufbauen.

Damit dies möglich wird, ist es wichtig, dass die Eltern ihr Kind in der ersten Zeit im KinderGARTEN begleiten, denn ohne Eltern geht es nicht!

Die Eingewöhnungszeit gestalten wir individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Kindes abgestimmt. Jedes Kind benötigt unterschiedlich Zeit, sich auf die neue Umgebung einzustellen.

Wir unterstützen das Kind dabei, sich an die neue Situation zu gewöhnen, indem wir ihm den Freiraum lassen, selbst zu entscheiden, wann es eine Beziehung zu uns aufbauen möchte. Kontakte zu den anderen Kindern werden hergestellt, indem das Kind im Morgenkreis vorgestellt wird und in das Spiel der anderen Kinder mit einbezogen wird. Das Kind bekommt sein eigenes Fach und sein Schild in der Garderobe.

Die Eltern begleiten ihr Kind in den ersten Tagen und bleiben ungefähr 1 Stunde mit ihrem Kind im KinderGARTEN. Nach ein paar Tagen können die Eltern ihr Kind für eine kurze Zeit allein bei seiner Erzieherin spielen lassen. Die meisten Kinder kommen dabei mit einer kurzen Abschiedszeit am Besten zurecht. Wichtig ist, dass sich die Eltern von ihrem Kind verabschieden, damit das Kind seine Eltern später nicht sucht und das Vertrauen zu den Eltern gestört wird. Günstig ist, wenn die Betreuungszeit in den ersten Tagen nur kurz ist und erst nach und nach verlängert wird.

Nach ungefähr zwei Wochen kann das Kind den Tag im KinderGARTEN ohne Eltern verbringen.

 

4.6 Morgenkreis

 

Jeden Morgen um 8:30 Uhr treffen wir uns zum Morgenkreis. Um diese Zeit sollten alle Kinder im KinderGARTEN sein, denn für sie ist dieses Ritual sehr wichtig als gemeinsamer Start in den Tag. Wir begrüßen uns, zünden eine Kerze an, singen, beten gemeinsam, hören biblische Geschichten oder erzählen zu anderen Themen (Jahreszeiten, Fragen der Kinder, aktuelle Themen).

 

4.7 Feste

 

Kinder und auch Erwachsene feiern gern Feste. Bei uns im Kindergarten finden über das Jahr verteilt die verschiedensten Feste statt. Diese lehnen sich an das Kirchenjahr und an die Jahreszeiten an. (Ostern, Weihnachten, Oma- Opa- Elterntag, Erntedankfest,...)

Der Geburtstag eines jeden Kindes wird bei uns besonders gefeiert.

 

4.8 Mahlzeiten

 

Frische, gesunde Lebensmittel sind für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig. Deshalb haben wir uns für den Anbieter RWS Catering Service GmbH, Küche in der Kita “Nesthäkchen” entschieden. Das Essen wird in Cottbus frisch gekocht und zu uns gebracht.

Wir essen alle zusammen in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre.

Alle Mahlzeiten beginnen wir gemeinsam mit einem Tischgebet. Dadurch vermitteln wir den Kindern, dass Lebensmittel ein Geschenk Gottes und nicht selbstverständlich sind.

 

4.9 Spiel

 

Das Spiel steht bei uns im Mittelpunkt. Wenn die Eltern ihr Kind fragen: “Und was hast du heute im Kindergarten gemacht?” hören sie oft: “gespielt”. Das ist für die Eltern unbefriedigend, doch für Kinder ist das Spielen extrem wichtig. Sie lernen während sie spielen ihre Umwelt und die Zusammenhänge kennen und bilden sich selbstständig weiter. Freispielzeit ist Zeit für die Kinder, das zu spielen, was sie möchten (Malen, Kneten, Puzzlen, Rollenspiele, Konstruktionsspiele, Bücher anschauen, Musik machen, Vorlesen lassen, Steckspiele, ausruhen, fädeln, turnen,...) Die Aufgabe der Erzieherin ist hier, alle notwendigen Materialien und Räume zur Verfügung zu stellen. Also “nur gespielt” ist eine Leistung für die Kinder, die mit der Arbeit eines Erwachsenen zu vergleichen ist.

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© Rebekka Freitag